Sonntag, 20. April 2014

Chile - Santiago und Umgebung

Nach meinem Geburtstag bzw. Björns Abflug haben Herbie und ich noch zwei Wochen in Santiago drangehängt. In dieser Zeit haben wir viele Erkundungstouren durch die Stadt unternommen:
 
Barrio Brasil:
 
 
La Moneda (Präsidentenpalast): 
 
 
Bolsa de Comercio
 
 
Einfach mal ein bisschen abhängen:
 
 
 
Gewohnt haben wir bei Carla, einer Freundin aus Bochum, die für ein paar Monate an der Universidad de Chile arbeitet. Es hat echt gut getan mal wieder so was wie ein zu Hause und Alltag zu haben: einkaufen gehen, kochen, Sport machen (Carlas Wohngebäude hat ein Fitnessstudio) usw.
  
 
 
Zudem haben Carla, Herbie und ich gut genutzt, dass Santiago so viel an Kultur bietet: Wir waren im Centro Cultura Gabriela Mistral, im Museo de Bellas Artes, bei verschiedenen Filmfestivals, im Museo de la memoria y los derechos humanos, im Centro Cultural Palacio de Moneda uvm.
 
Und natürlich haben wir auch die Kneipen und Bars Santiagos erkundet:
 
 
 
 
  
An den Wochenenden haben wir dann ganz klassisch Ausflüge in die Umgebung unternommen:

Isla de Maipo:
 

Baños Morales:
 
 
 
 
 
 
Als nächstes geht es dann nochmal nach Valdivia, Felipe und seine Freundin haben mich über die Osterfeiertage eingeladen.

Freitag, 11. April 2014

Chile - Einmal ins Nirgendwo und zurück !

Nach Villarica bin ich dann zurück nach Santiago gefahren, um mich dort wieder mit Björn zu treffen. Unser Reiseziel ist der Schnittpunkt des 31. Längen- und 71.ten Breitgrades. Weil, ..... also: Es gibt da so eine Internetseite auf der Leute eintragen können, wenn sie am Schnittpunkt eines Längen bzw. Breitengrades waren (www.confluenc.org). Eine Art Schatzsuche für Nerds also und somit genau das Richtige für Björn :)

Es sind schon die meisten Schnittpunkte besetzt, hier in Chile waren noch zwei Schnittpunkte frei. Wieso der Schnittpunkt des 31. Längen- mit dem 71.ten Breitengrades noch frei war, klärt sich dann auch nach einem kurzen Blick auf die Karte. Der Schnittpunkt liegt ca. 6 Busstunden nördlich von Santiago mitten im Nirgendwo. 

Halt! Nicht allzuweit weg von dem Schnittpunkt liegt  das Dorf Combarbala, laut meiner Chile Karte ein Dorf zwischen 1.000 – 5.000 Einwohnern. Und zur Not (also falls wir in Combarbala keine Unterkunft finden) liegt die nächstgrößere Stadt ja auch nur 2 Busstunden von Combarbala weg. Also alles machbar. Dann mal auf nach Combarbala !
 
Combarbala ist ungefähr so wie ich es mir vorgestellt habe, ein paar Straßenzüge und drumherum Nichts:

 

Zum Glück gibt es in der Nähe von Combarbala ein Observatorium und damit auch ein paar Übernachtungsmöglichkeiten für auswärtige Gäste. Und zum Glück liegt unser Schnittpunkt in der Nähe eines kleinen Dorfes, in das sogar zwei mal täglich ein Bus fährt. Wir stehen also um 5 Uhr morgens auf (ja ihr lest richtig!) um uns nach La Ligua bringen zu lassen. Dort kommen wir dann morgens um halb 7 an, also noch Mitten in der Nacht.
 
 

Unser Schnittpunkt liegt so 6 Kilometer von La Ligua entfernt. Unsere optimistischen Schätzungen ergaben, dass wir so um 8 am Schnittpunkt sein werden. Wir waren dann um halb 2 da. Dies lag unter anderem daran, dass wir auf dem Weg zum Schnittpunkt zwei, drei kleinere Berge überwinden mussten. Hier ein paar Eindrücke von der Landschaft:


 

 


Endlich angekommen :) 

Am Schnittpunk nehmen wir uns noch kurz Zeit für ein Fotoshooting mit Herbie:





 
Und dann ging es schon wieder auf den Rückweg, wir wollten ja schon gerne vor Einbruch der Dunkelheit wieder zurück in der Zivilisation (insbesondere bei einer Wasser- und Essensquelle) sein. 
 



An meinem 30ten Geburtstag wache ich also in Combarbala, einem 2-3.000 Seelen-Kaff mitten im Nirgendwo auf. Hinter mir liegt ein lockerer 14 Stunden Ausflug durchs Geröll (wir waren so um 7 Uhr abends wieder zurück in Combarbala) und vor mir eine 6-stündige Busfahrt zurück nach Santiago. Aber, alles nicht so schlimm, denn Björn hat für mich den -- nach eigener Aussage -- wohl am schlechtesten improvisierten Geburtstagskuchen der Welt vorbereitet. Es gab keinen Kuchen nur Brownies und das Kerzensortiment Combarbalas bestand nur aus 1,5,9 und 0. Und 0 kommt einem runden Geburtstag ja am nächsten - so Björns Erklärung :)

 
Abends treffe ich mich dann mit Felipe und seiner Freundin und seinen Cousins und wir machen Carrete (chilenisch für Ausgehen)
 
 
 

Die nächsten Tag verbringen Björn und ich damit Santiago zu erkunden:
 
 
 

Und dann heißt es aber auch schon wieder Abschied nehmen von Björn :(
Und so sind Herbie und ich wieder allein .... aber auch nicht lange :)
Einen Tag später ist Carla schon wieder von ihrer Konferenz in Buenos Aires zurückgekommen.
 
 

Montag, 31. März 2014

Chile !

Von Sri Lanka aus ging es dann nach Chile. Da das vielleicht eine eher außergewöhnliche Flugroute ist, hatte ich dann auch eine reine Flugzeit von 28 Stunden vor mir (was aber so ziemlich die schnellste Verbindung war), von der Dauer der Zwischenstops möchte gar nicht sprechen. 
Zum Glück hatte ich auf dem letzten 15 Stunden Flug die wohl lustigsten Banknachbarn, die ich mir wünschen konnte. Mit dem kostenlosen Boardwein und einer ausführlichen Beratung über chilenische Männer ("Mucho cuidado!") vergingen die 15 Stunden dann aber wirklich wie im Flug.
 
 
 
Und dann endlich: Der erste Blick auf die Anden :) 
 
 
 
Meinen ersten Tag in Chile habe ich in Santiago mit Björn (der zwei Wochen Urlaub in Chile macht) und Carla (die von März bis Juli an einer Uni hier arbeitet) verbracht. Zwei sehr sehr schöne Zufälle, von denen ich gar nichts wusste, als ich meine Flüge gebucht habe.
 
 
 
Von Santiago aus ging es weiter nach Valdivia. Valdivia liegt ca. 800 Kilometer südlich von Santiago -- für chilenische Verhältnisse also keine besonders große Distanz. In Valdivia habe ich meinen ehemaligen Tandempartner Felipe und seine Freundin Paci besucht.
 
Wenn ich nicht gerade meinen Jetlag ausgeschlafen habe, haben ich Valdivia erkundet :
 
 
 
 
 
 
und mich durch die chilenische Küche probiert :
 
Hier waren wir zu "tomar once" bei Felipes Familie eingeladen:
 
 
Humitas (Humita zu deutsch: Fliege, also im Sinne von Krawatte)
 
 
Einkaufen auf dem Markt:
 
 
Leckeres Seafood frisch aus dem Meer:
 
 
Außerdem haben wir einen Ausflug an den Strand gemacht. Das sieht im Süden von Chile Mitte März (also einen Monat nachdem die Sommerferien vorbei sind) dann so aus: 

 
 
 
 
Nach Valdivia bin ich dann nach Villarica gefahren. Villarica ist ein Kleinstadt in einer Urlaubsregion und liegt wirklich sehr idyllisch an einem großen See am Fuße eines Vulkans:
 
 
 
 
In Villarica habe ich das erste Mal Couchsurfing gemacht. Mein Gastgeber war wirklich super nett und so kam ich in den Genuss eines sehr chilenischen Wochenendes. Das heißt konkret: Ich kam Freitag am späten Nachmittag an, hatte dann noch Zeit eine kurze Runde durch Villarcia zu drehen und dann ging es direkt los zum Grillen im Haus eines seiner Freunde. Dass es dabei nach 20 Uhr wirklich wirklich kalt wird, scheint keinen der anwesenden anderen 30 Gäste zu stören. (Gut, die anderen Gäste sind im Durschnitt auch viel trinkfester als ich. Ich werde also wohl nach Thermoklamotten Ausschau halten müssen, wenn ich noch länger in Chile bleiben will)
 
 
 
 
Am Samstag ging es  direkt weiter mit dem nächsten 12-Stunden Grillen. Dafür wurde direkt ein ganzes Schaf geschlachtet. Langsam kommt in mir die Ahnung auf, dass ein deutsches Grillen für Chilenen ein Witz ist.
 
 
 
 
 
Am nächsten Tag ging es dann mit meinem Gastgeber und ein paar seiner Freunde rauf auf den Vulkan. Mein toller Gastgeber hat das so organisiert, dass wir dann mit Moutainbikes den Vulkan runtergefahren sind !
 
 
 
 
 
Was die Landschaft und die Freundlichkeit der Leute angeht, gefällt mir Chile bisher super :) Als nächstes geht es dann zurück nach Santiago, dort treffe ich mich dann wieder mit Björn.